Ein Krematorium ist die Einrichtung, in der Einäscherungen durchgeführt werden. Betreiber sind Kommunen oder private Unternehmen; Angehörige haben in der Regel keinen Einfluss auf die Auswahl, das Bestattungsunternehmen arbeitet mit bestimmten Häusern zusammen.
Vor der Einäscherung stehen zwei Prüfungen: die zweite Leichenschau und die Freigabe durch die Behörde. Erst danach darf eingeäschert werden. Herzschrittmacher und andere Implantate mit Batterie müssen zuvor entfernt werden, weil sie in der Anlage explodieren können.
Die Asche wird anschliessend in eine amtlich gekennzeichnete Aschekapsel gefüllt. Diese Kennzeichnung ist der Identitätsnachweis für die spätere Beisetzung.
Viele Krematorien bieten Räume für eine Abschiednahme oder eine Trauerfeier vor der Einäscherung an, mancherorts können Angehörige beim Einfahren des Sarges anwesend sein. Frag danach, wenn du das möchtest — von sich aus bietet es kaum jemand an.
Zur Wartezeit siehe Kremation.
Zur Sorge, ob die Asche wirklich die des eigenen Angehörigen ist: Einäscherungen erfolgen einzeln, und der Sarg wird über den gesamten Vorgang mit einem feuerfesten Stein gekennzeichnet, der später zur Kapsel gelegt wird. Diese Frage stellen viele Angehörige und trauen sich selten, sie auszusprechen.