Die Kremation, auch Einäscherung oder Feuerbestattung genannt, ist die Verbrennung des Leichnams im Krematorium. Sie ist Voraussetzung für jede Form der Urnenbeisetzung, also auch für Baum- und Seebestattung.
Vor jeder Kremation steht in Deutschland eine zweite Leichenschau. Grund ist die Unumkehrbarkeit: Nach der Einäscherung liesse sich eine nicht natürliche Todesursache nicht mehr feststellen. Sie verursacht zusätzliche Kosten und Zeit — ein Grund, warum eine Feuerbestattung terminlich oft später liegt als eine Erdbestattung.
Ein Sarg wird trotzdem gebraucht: Die Einäscherung erfolgt im Sarg, allerdings genügt ein einfacher Kremationssarg. Die Asche kommt anschliessend in eine Aschekapsel.
Die Kremation selbst ist einer der kleineren Posten der Gesamtrechnung — worauf die Angebote der Direktkremation aufbauen.
Die Wartezeit hat einen zweiten Grund: Krematorien arbeiten mit festen Kapazitäten, und in vielen Regionen sind sie gut ausgelastet. Zwischen Sterbefall und Einäscherung liegen deshalb häufig mehrere Tage. Für Angehörige ist das vor allem bei der Terminplanung der Trauerfeier wichtig — findet die Feier vor der Kremation statt, bindet sie den Termin, danach ist man freier.