Das Traueressen ist die Zusammenkunft nach der Beisetzung. Regional heißt es Leichenschmaus, Trauerkaffee, Beerdigungskaffee oder Totenmahl.
Sein Zweck ist praktischer, als der Anlass vermuten lässt: Er beendet die Feier und gibt den Anwesenden Zeit, miteinander zu sprechen. Für viele Angehörige ist es der Moment, in dem die Anspannung nachlässt.
Eingeladen wird üblicherweise mündlich am Ende der Beisetzung oder über die Traueranzeige. Wer nur den engsten Kreis wünscht, sagt das ausdrücklich — sonst kommen alle Trauergäste mit.
Üblich sind Kaffee und Kuchen oder ein einfaches Essen in einem Gasthaus, seltener zu Hause. Rechne großzügig: Wie viele kommen, weiß vorher niemand genau, und die meisten Häuser lassen eine Anpassung bis kurz vorher zu.
Die Kosten trägt die Familie; sie gehören nicht zu den erforderlichen Bestattungskosten und werden bei einer Sozialbestattung nicht übernommen.