Totenkleidung ist die Kleidung, in der ein Verstorbener aufgebahrt und bestattet wird. Zwei Wege sind üblich: eigene Kleidung, die Angehörige mitbringen, oder ein Totenhemd, auch Sterbetalar genannt, das der Bestatter stellt.
Eigene Kleidung ist fast immer möglich und für viele Angehörige wichtig — der Anzug, in dem er geheiratet hat, das Lieblingskleid. Bring sie vollständig mit, einschliesslich Unterwäsche und Schuhen, wenn du das möchtest.
Bei einer Kremation gibt es Einschränkungen: Kunststoffe, dicke Gummisohlen und Metallteile sind problematisch. Naturfasern sind unproblematisch. Frag im Zweifel beim Bestatter nach, statt auf eine Vermutung zu setzen.
Schmuck bleibt eine eigene Entscheidung. Wird er mitgegeben, ist er nach der Einäscherung nicht mehr vorhanden oder wird als Metall aussortiert. Wer ihn behalten möchte, sagt das vor der Übergabe — nachträglich ist es zu spät.
Was sonst mitgegeben werden darf, steht unter Grabbeigabe.
Wer nichts auswählen möchte oder kann, nimmt das Totenhemd des Bestatters — das ist kein Mangel an Fürsorge. Für viele Angehörige ist die Auswahl der Kleidung dagegen der erste Moment, in dem sie etwas tun können statt zu warten. Wenn du unsicher bist, frag jemanden aus der Familie, ob er es übernimmt.