trauer & beileid

Glossar

Liegezeit

Liegezeit ist ein anderes Wort für Ruhezeit — der Zeitraum, in dem eine Grabstelle nicht neu belegt werden darf.

1 Min · zuletzt geprüft 27.08.2026

Liegezeit bezeichnet dasselbe wie Ruhezeit: den Zeitraum, in dem eine Grabstelle nicht neu belegt und ein Verstorbener nicht umgebettet werden darf. Welcher Begriff verwendet wird, hängt von der Region und der Satzung ab.

Ihre Dauer legt der Friedhofsträger fest, maßgeblich beeinflusst von der Bodenbeschaffenheit — je nach Boden dauert die Verwesung unterschiedlich lange. Bei Urnengräbern ist sie in der Regel kürzer als bei Sarggräbern.

Deshalb unterscheidet sie sich selbst innerhalb eines Bundeslandes von Gemeinde zu Gemeinde. Wer wissen will, was vor Ort gilt, schaut in die Friedhofssatzung — eine landesweit einheitliche Zahl gibt es in den meisten Ländern nicht. Eine Ausnahme ist Thüringen, das gesetzliche Mindestwerte vorgibt.

Nach Ablauf wird die Stelle neu vergeben, sofern das Nutzungsrecht nicht verlängert wurde. Was dabei auf Angehörige zukommt, steht unter Grabauflösung.

Nicht zu verwechseln mit der Nutzungszeit: Die Liegezeit schützt die Totenruhe, die Nutzungszeit beschreibt, wie lange das Grab überlassen wurde. Beide können auseinanderfallen.