trauer & beileid

Glossar

Trauerrede

Die Trauerrede würdigt den Verstorbenen bei der Trauerfeier — gehalten von Geistlichen, freien Rednern oder Angehörigen.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Die Trauerrede ist der gesprochene Teil der Trauerfeier, in dem der Verstorbene gewürdigt wird. Halten kann sie eine Pfarrerin, ein freier Trauerredner oder eine Person aus dem Umfeld.

Bei einer kirchlichen Feier ist sie Teil der Liturgie. Bei einer freien Feier wird sie eigens beauftragt — häufig über das Bestattungsunternehmen, das mit Rednern zusammenarbeitet.

Die Qualität einer Trauerrede hängt fast vollständig an einem Punkt: dem Vorgespräch. Wer eine Rede beauftragt, sollte darauf bestehen und sich Zeit dafür nehmen. Anekdoten, Eigenheiten, Berufliches, Streitpunkte — je konkreter das Material, desto weniger klingt die Rede nach Vorlage. Fragt vorab, wie lang das Gespräch angesetzt ist; unter einer Stunde wird es selten persönlich.

Rechtlich bemerkenswert: Das Bundessozialgericht hat 2023 entschieden, dass die Trauerrede zu den erforderlichen Bestattungskosten gehört und damit auch bei einer Sozialbestattung übernommen wird — sie sei unmittelbar auf die Bestattung ausgerichtet und auch bei einfachen Bestattungen üblich.

Wer selbst sprechen möchte, sollte den Text schreiben und jemanden bereithalten, der übernimmt. Das ist keine Schwäche, sondern Vorsorge — die wenigsten wissen vorher, wie sie an diesem Tag beieinander sind.