Die Trauerkarte ist die schriftliche Form der Kondolenz. Sie geht an die nächsten Angehörigen, klassisch per Post, und ist in der Regel schlicht gestaltet — weisses oder cremefarbenes Papier, oft mit schmalem Rand.
Drei Sätze reichen: benennen, was passiert ist. Etwas Persönliches über den Verstorbenen — eine Begegnung, eine Eigenheit, ein Satz von ihm. Und ein konkretes Angebot.
Was nicht hilft: Formeln wie „Zeit heilt alle Wunden“, Deutungen wie „es hat einen Sinn“ und vage Angebote wie „melde dich, wenn du etwas brauchst“. Hinterbliebene melden sich nicht. „Ich rufe Sonntag an“ wirkt.
Zum Zitat ein rechtlicher Hinweis: Gedichte und Liedtexte sind bis siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt. Auf einer privaten Karte ist das praktisch folgenlos, bei gedruckten Danksagungen oder Anzeigen aber nicht. Gemeinfreie Texte oder eigene Worte sind der sichere Weg — und eigene Worte wirken ohnehin stärker.
Wenn dir nichts einfällt: Schreib genau das. Ein ehrliches „Ich weiss nicht, was ich schreiben soll“ ist besser als keine Karte.