trauer & beileid

Glossar

Trauerbegleitung

Trauerbegleitung unterstützt Hinterbliebene nach einem Verlust — in Gruppen, in Einzelgesprächen oder in Angeboten für Kinder.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Trauerbegleitung ist die Unterstützung von Hinterbliebenen nach einem Verlust. Sie ist keine Behandlung, sondern Begleitung — durch geschulte Ehrenamtliche, Trauerbegleiter mit Zusatzausbildung oder Seelsorger.

Üblich sind drei Formen: die Trauergruppe, in der Menschen mit ähnlichen Verlusten zusammenkommen, das Einzelgespräch und offene Angebote wie Trauercafés ohne Anmeldung. Für Kinder und Jugendliche gibt es eigene Gruppen, oft an Hospizdienste angebunden.

Angeboten werden sie von Hospizvereinen, Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbänden und Bestattungsunternehmen. Vieles ist kostenfrei oder gegen geringen Beitrag; die Nachfrage übersteigt vielerorts das Angebot, weshalb sich eine frühe Anmeldung lohnt.

Zur Abgrenzung, und das ist wichtig: Trauer ist keine Krankheit. Wenn aber Beschwerden über längere Zeit anhalten, den Alltag unmöglich machen oder sich verschlimmern, gehört das in fachliche Hände — Hausärztin, psychotherapeutische Sprechstunde oder eine Beratungsstelle. Trauerbegleitung ersetzt eine solche Behandlung nicht.

Der ambulante Hospizdienst in deiner Nähe kennt in der Regel die Angebote vor Ort.

Für die Auswahl hilft ein einfacher Massstab: In einer Gruppe zu sitzen ist für manche Menschen entlastend und für andere unerträglich. Beides ist in Ordnung, und beides lässt sich vorher nicht wissen. Die meisten Angebote erlauben ein Schnuppern ohne Verpflichtung — frag ausdrücklich danach, statt dich zu einer Anmeldung über zehn Termine zu verpflichten.