trauer & beileid

Glossar

Hospiz

Ein Hospiz begleitet schwerstkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase — stationär, ambulant oder als Tageshospiz.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Ein Hospiz begleitet Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren Erkrankung in der letzten Lebensphase. Im Mittelpunkt steht nicht die Heilung, sondern die Linderung von Beschwerden und die Begleitung — auch der Angehörigen.

Es gibt drei Formen. Der ambulante Hospizdienst kommt nach Hause oder ins Pflegeheim und arbeitet überwiegend mit geschulten Ehrenamtlichen. Das stationäre Hospiz ist eine eigene Einrichtung mit meist acht bis sechzehn Plätzen. Daneben gibt es Tageshospize und Kinderhospize mit eigenen Regeln.

Die Aufnahme setzt eine ärztliche Bescheinigung voraus, die den Bedarf feststellt. Kranken- und Pflegekasse tragen die Kosten der stationären Versorgung weitgehend; für Bewohner entstehen in der Regel keine Eigenanteile. Ambulante Hospizdienste sind kostenfrei.

Melde dich früh, nicht erst in der letzten Woche. Ambulante Dienste begleiten oft über Monate, und Wartezeiten für stationäre Plätze sind regional sehr unterschiedlich.

Zur medizinischen Seite siehe Palliativversorgung.

Ein verbreitetes Missverständnis: Ein Hospiz ist keine Einrichtung für die letzten Tage. Aufgenommen wird, wessen Lebenserwartung begrenzt ist — das können Wochen oder Monate sein. Wer erst anfragt, wenn es kaum noch geht, verschenkt genau die Zeit, in der Begleitung am meisten trägt. Ambulante Dienste kommen zudem oft schon, während noch behandelt wird.