Das Sterbebild, auch Totenzettel oder Gedenkbild, ist eine Karte im Format eines Lesezeichens mit einem Foto des Verstorbenen, Lebensdaten und einem kurzen Text. Verteilt wird sie bei der Trauerfeier oder der Danksagung beigelegt.
Der Brauch stammt aus dem katholischen Raum und ist in Bayern, im Rheinland und in Österreich bis heute üblich; in protestantisch geprägten Regionen begegnet er seltener. Ursprünglich enthielt er eine Bitte um ein Gebet für den Verstorbenen.
Heute steht darauf meist ein Spruch, ein Bibelvers oder ein Zitat. Achte bei der Auswahl auf die Rechtslage: Gedichte und Liedtexte sind bis siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt, auch auf einer privaten Karte. Gemeinfreie Texte oder eigene Worte sind der sichere Weg.
Praktisch ist das Sterbebild etwas, das bleibt. Viele Familien bewahren die Karten über Generationen auf — im Gebetbuch, im Fotoalbum, in der Schublade. Diese Sammlungen sind für Ahnenforschung heute eine ergiebige Quelle.
Was sonst zur Feier gehört, steht unter Trauerfeier.