trauer & beileid

Glossar

Palliativversorgung

Palliativversorgung lindert Beschwerden bei nicht heilbaren Erkrankungen — ambulant, im Krankenhaus oder spezialisiert zu Hause.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Palliativversorgung richtet sich an Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung. Ziel ist die Linderung von Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und Angst — nicht die Heilung.

Unterschieden wird zwischen der allgemeinen Palliativversorgung durch Hausärzte und Pflegedienste und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, kurz SAPV. Letztere übernimmt ein Team aus Ärzten und Pflegekräften mit palliativmedizinischer Zusatzqualifikation, das rund um die Uhr erreichbar ist und nach Hause kommt.

Die SAPV wird ärztlich verordnet, die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Genau dieser Anspruch ist vielen Angehörigen unbekannt — dabei ist er der entscheidende Unterschied, wenn jemand zu Hause bleiben möchte.

Palliativ heisst nicht, dass nichts mehr getan wird. Es heisst, dass sich das Ziel ändert. Viele Menschen erleben unter guter palliativer Versorgung weniger Beschwerden als unter fortgesetzter Behandlung des Grundleidens.

Ergänzend arbeiten Hospizdienste; die Formen stehen unter Hospiz. Sprich frühzeitig mit der behandelnden Ärztin darüber, welche Möglichkeiten bestehen.

Zur Klarstellung, weil es häufig verwechselt wird: Palliativversorgung ist die medizinische Seite, Hospizarbeit die begleitende. Beide arbeiten zusammen, sind aber getrennte Angebote mit eigenen Kostenträgern. Wer zu Hause versorgt werden will, braucht in der Regel beides — die ärztliche Verordnung für die SAPV und den ambulanten Hospizdienst für die Begleitung.