Der Kostenvoranschlag ist die schriftliche Aufstellung der Leistungen eines Bestattungsunternehmens mit den jeweiligen Preisen. Er ist die einzige belastbare Grundlage für einen Vergleich — mündliche Auskünfte sind es nicht.
Er sollte drei Blöcke sauber trennen: eigene Leistungen des Unternehmens, Fremdleistungen wie Krematorium, Redner oder Blumen, und durchlaufende Posten wie Friedhofsgebühren. Nur der erste Block ist verhandelbar, und nur er unterscheidet sich zwischen Anbietern nennenswert.
Achte auf drei Fallen: Pauschalen ohne Aufschlüsselung, fehlende Angaben zur Überführungsentfernung und Posten, die als „ca.“ geführt werden. Frag zu jedem davon nach, was der Höchstbetrag ist.
Ein zweiter Kostenvoranschlag lohnt fast immer. Die Zeit ist knapp, aber bis zur Beauftragung bist du an niemanden gebunden — und die Unterschiede bei denselben Leistungen sind erheblich.
Wichtig bei knapper Kasse: Bei einer Sozialbestattung bemisst sich die Übernahme am einfachen Standard. Hol den Kostenvoranschlag deshalb, bevor du unterschreibst, und leg ihn dem Antrag bei.
Lass dir zusätzlich die Zahlungsmodalitäten schriftlich geben. Üblich sind Anzahlungen, mancherorts wird der volle Betrag vor der Beisetzung fällig. Wer auf eine Versicherungsleistung oder eine Kostenübernahme wartet, sollte das vorher ansprechen — viele Häuser vereinbaren Ratenzahlung, wenn man danach fragt, und keines von sich aus.