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Glossar

Gruft

Eine Gruft ist eine gemauerte unterirdische Grabkammer, in der Särge oberirdisch beigesetzt werden.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Eine Gruft ist eine gemauerte Grabkammer, meist unterirdisch, in der Särge auf Podesten oder in Nischen stehen statt in der Erde zu liegen. Sie bietet Platz für mehrere Beisetzungen.

Historisch war sie Familien, Klöstern und Kirchen vorbehalten; erhalten sind Grüfte vor allem auf älteren Friedhöfen und unter Kirchen. Neu gebaut werden sie selten — viele Friedhofssatzungen lassen das nicht mehr zu oder knüpfen es an hohe Auflagen.

Der grundlegende Unterschied zum Erdgrab: In einer Gruft findet keine Verwesung im Boden statt. Deshalb gelten eigene Anforderungen an Belüftung, Abdichtung und Sargmaterial — häufig sind Zinksärge vorgeschrieben.

Wer eine bestehende Familiengruft nutzen will, klärt drei Punkte mit der Friedhofsverwaltung: den Zustand des Bauwerks, wer das Grabnutzungsrecht innehat und welche Instandhaltungspflichten daran hängen. Der letzte Punkt wird regelmässig unterschätzt — die bauliche Unterhaltung liegt beim Nutzungsberechtigten.

Verwandt, aber oberirdisch und für Urnen, ist das Kolumbarium.

Belegte Grüfte sind ausserdem ein Kostenthema eigener Art: Sanierungen an Mauerwerk, Abdeckplatten oder Zugängen gehen schnell in fünfstellige Beträge, und die Friedhofsverwaltung kann sie verlangen, wenn die Standsicherheit gefährdet ist. Wer ein solches Nutzungsrecht erbt, sollte den Zustand prüfen lassen, bevor er verlängert.