trauer & beileid

Glossar

Erdwurf

Der Erdwurf ist die Geste, bei der Trauergäste Erde ins offene Grab werfen — auch Nachwurf genannt.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Als Erdwurf oder Nachwurf bezeichnet man die Geste, bei der Trauergäste am Ende der Beisetzung eine kleine Menge Erde ins offene Grab werfen. Bereitgestellt wird sie in einer Schale neben dem Grab, oft mit einer kleinen Schaufel.

Der Brauch geht auf die christliche Formel von Erde zu Erde zurück und ist heute weitgehend konfessionsunabhängig üblich. In der Reihenfolge gehen die nächsten Angehörigen voran, danach die übrigen Gäste.

Statt Erde sind vielerorts Blumen üblich, einzelne Blüten oder Rosen. Was gereicht wird, richtet sich nach dem Friedhof und nach der Absprache mit dem Bestatter — beides lässt sich vorher festlegen.

Für viele Angehörige ist dieser Moment der schwerste der ganzen Feier, und niemand muss ihn mitmachen. Wer nicht möchte, tritt an den Rand; das fällt weniger auf, als man in diesem Augenblick glaubt.

Bei Urnenbeisetzungen entfällt der Erdwurf häufig oder wird durch das Ablegen einer Blume ersetzt. Was sonst zur Feier gehört, steht unter Trauerfeier.