Der Todestag ist der Jahrestag des Sterbens. Anders als Geburtstage steht er nicht im Kalender der anderen — und genau das macht ihn für Hinterbliebene besonders.
Verbreitet ist die Annahme, der erste Jahrestag sei der schwerste. Viele Trauernde berichten das Gegenteil: Im ersten Jahr tragen Anteilnahme und Betriebsamkeit, im zweiten ist beides weg, und der Verlust steht allein im Raum.
Was hilft, ist unterschiedlich und darf es sein: das Grab besuchen oder gerade nicht, ein Essen kochen, das er mochte, mit jemandem sprechen, der ihn kannte. Manche nehmen sich frei, andere arbeiten bewusst.
Für das Umfeld ist die wirksamste Geste eine Nachricht an diesem Tag. Dass jemand daran gedacht hat, wiegt fast immer mehr als jeder Trostversuch — mehr dazu unter Beileidsbekundungen.