Eine Sterbekasse ist ein Verein auf Gegenseitigkeit, der seinen Mitgliedern im Todesfall eine vereinbarte Summe auszahlt. Viele bestehen seit über hundert Jahren und sind regional oder berufsständisch organisiert.
Das Prinzip ist einfach: Mitglieder zahlen laufende Beiträge, die Gemeinschaft trägt den Leistungsfall. Damit ist sie die ältere Verwandte der Sterbegeldversicherung — rechtlich ein Versicherungsverein, kein Aktienunternehmen.
Die Beiträge sind oft niedrig, die Leistungen entsprechend überschaubar. Bei sehr alten Verträgen deckt die vereinbarte Summe die heutigen Bestattungskosten häufig nicht mehr; eine Prüfung lohnt.
Beim Beitritt gelten meist Aufnahmealter und Wartezeiten. Klär außerdem, ob die Leistung an ein Bestattungsunternehmen gebunden ist — einige Kassen arbeiten mit festen Partnern.
Im Todesfall meldest du den Fall selbst. Von sich aus zahlt keine Kasse, weil sie vom Tod nichts erfährt.