trauer & beileid

Glossar

Seebestattung

Bei der Seebestattung wird die Asche in einer wasserlöslichen Urne dem Meer übergeben — begleitet oder ohne Angehörige.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Bei der Seebestattung wird die Asche in einer wasserlöslichen Seeurne von einem Schiff aus dem Meer übergeben. Voraussetzung ist die Einäscherung; sie ist damit eine Beisetzungsform der Feuerbestattung.

Zulässig ist sie nur in ausgewiesenen Gebieten, in Deutschland in Nord- und Ostsee. Beisetzungen in anderen Meeren sind über Reedereien ebenfalls möglich, dann gelten die Vorschriften des jeweiligen Landes.

Zwei Formen sind üblich: die begleitete Beisetzung, bei der Angehörige an Bord sind, und die stille, bei der die Reederei die Urne ohne Begleitung übergibt. Die stille Form ist deutlich günstiger und der Grund, warum Seebestattungen oft als billigste Variante gelten.

Angehörige erhalten anschliessend eine Seekarte mit den Koordinaten der Beisetzungsstelle. Ein Grab im üblichen Sinn gibt es nicht — Grabmal, Grabpflege und Friedhofsgebühren entfallen vollständig.

Genau das sollte vor der Entscheidung besprochen werden: Es gibt keinen Ort, an den man zurückkehrt. Für manche ist das der Wunsch, für andere fehlt er später. Der Vergleich steht unter Bestattungsarten.