trauer & beileid

Glossar

Gemeinschaftsgrab

Im Gemeinschaftsgrab werden mehrere Verstorbene in einem gemeinsam gestalteten Feld beigesetzt — die Pflege ist meist enthalten.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Ein Gemeinschaftsgrab ist ein gemeinsam gestaltetes Grabfeld, in dem mehrere Verstorbene beigesetzt werden, die nichts miteinander zu tun hatten. Die Gestaltung gibt der Friedhof vor, die Pflege ist in der Regel in der Gebühr enthalten.

Der Unterschied zum anonymen Grab liegt in der Kennzeichnung: Beim Gemeinschaftsgrab ist meist eine Stele, eine Tafel oder ein Findling vorhanden, auf dem die Namen stehen. Es gibt also einen Ort mit Namen, nur keine eigene Grabstelle.

Viele Friedhöfe bieten thematisch gestaltete Felder an — mit Bäumen, Staudenpflanzung oder um ein zentrales Kunstwerk herum. Die Formen und Bezeichnungen unterscheiden sich stark; einheitliche Begriffe gibt es nicht.

Kostenseitig liegt es zwischen anonymer Beisetzung und Wahlgrab. Es ist damit die Form, die Pflegefreiheit und einen benannten Ort verbindet — für Familien mit weit verstreuten Angehörigen oft die praktischste Lösung.

Blumen und Kerzen sind meist nur an bestimmten Stellen erlaubt. Der Vergleich der Formen steht unter Bestattungsarten.

Vor der Entscheidung lohnt ein Besuch auf dem Feld, und zwar nicht im Frühjahr, sondern im November. Gemeinschaftsanlagen leben von der Bepflanzung; wie sie in der kahlen Jahreszeit wirken, sagt mehr über die kommenden zwanzig Jahre aus als jeder Prospekt. Frag ausserdem, wie viele Stellen dort noch frei sind — ein fast volles Feld verändert sich nach der letzten Belegung kaum noch.