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Glossar

Bestattungsvorsorge

Bestattungsvorsorge heisst, die eigene Bestattung zu Lebzeiten festzulegen und zu finanzieren — als Vertrag, Treuhandkonto oder Versicherung.

1 Min · zuletzt geprüft 25.08.2026

Bestattungsvorsorge bedeutet, die eigene Bestattung zu Lebzeiten festzulegen und abzusichern. Sie hat zwei Seiten: die inhaltliche Festlegung — was gewünscht ist — und die finanzielle.

Für die Finanzierung gibt es drei übliche Wege. Der Vorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen hält Leistungen und Preis fest. Das Treuhandkonto hinterlegt das Geld bei einer unabhängigen Treuhandstelle, die es erst im Sterbefall auszahlt. Die Sterbegeldversicherung zahlt eine vereinbarte Summe aus, wobei über die Laufzeit oft mehr eingezahlt wird als am Ende ausgezahlt wird.

Beim Vorsorgevertrag ist die entscheidende Frage, wie das Geld gesichert ist. Ohne Treuhandlösung ist es im Insolvenzfall des Unternehmens Teil der Masse. Lass dir deshalb schriftlich geben, wo das Geld liegt.

Wichtig für die inhaltliche Seite: Eine Bestattungsverfügung ist wirksamer als ein Testament, weil dieses häufig erst nach der Bestattung eröffnet wird. Wer entscheidet, steht unter Totenfürsorge.

Ein Nebeneffekt, der oft den Ausschlag gibt: Vorsorgeguthaben in angemessener Höhe gilt bei der Sozialhilfe in der Regel als geschütztes Vermögen und muss nicht zuerst aufgebraucht werden. Wie hoch angemessen ist, entscheidet der Träger im Einzelfall — eine feste Grenze, die bundesweit gilt, liegt uns nicht vor, deshalb steht hier keine Zahl.