Beisetzungsform bezeichnet die Art und den Ort, an dem Sarg oder Urne ihren Platz finden: Reihengrab, Wahlgrab, Urnenwand, Bestattungswald, See, Gemeinschaftsfeld.
Sie ist etwas anderes als die Bestattungsart — und diese Unterscheidung ist der am häufigsten übersehene Punkt im ganzen Feld. Die Bestattungsart legt fest, was mit dem Körper geschieht: Erdbestattung, Feuerbestattung, in Schleswig-Holstein Reerdigung. Die Beisetzungsform legt fest, wohin die Überreste kommen.
Praktisch entscheidet die Bestattungsart über Fristen und darüber, ob eine zweite Leichenschau anfällt. Die Beisetzungsform entscheidet über den grössten Teil der Kosten — Grabgrösse, Grabmal, Pflege und den Umfang der Friedhofsgebühren.
Wer also sparen will oder muss, setzt bei der Beisetzungsform an, nicht bei der Bestattungsart. Zwischen einem Urnengemeinschaftsgrab und einem Erdwahlgrab liegen auf demselben Friedhof oft mehrere tausend Euro.
Der vollständige Vergleich steht unter Bestattungsarten, die Gebührenseite unter Friedhofsgebühren.
Ein Nebeneffekt dieser Unterscheidung betrifft die Suche selbst: Wer nach „Bestattungsarten“ sucht, findet fast überall Listen mit acht oder zehn Einträgen, die beide Ebenen vermischen. Wer die Trennung kennt, liest solche Listen richtig — und erkennt schneller, welche Entscheidung tatsächlich ansteht.