Eine Aussegnungshalle ist der Raum auf einem Friedhof, in dem die Trauerfeier stattfindet und von dem aus der Weg zur Grabstelle führt. Sie ist dasselbe wie eine Trauerhalle; welcher Name gebräuchlich ist, hängt von der Region ab.
Der Begriff stammt aus dem kirchlichen Sprachgebrauch: Die Aussegnung ist ursprünglich der Segen über den Verstorbenen, gesprochen am Sterbeort oder vor der Überführung. Im süddeutschen Raum und in Österreich hat sich der Name für den Raum daraus entwickelt, in Norddeutschland spricht man eher von Trauerhalle, im katholischen Rheinland von Friedhofskapelle.
Praktisch ändert der Name nichts an der Sache: Eine Aussegnungshalle ist ein Zweckraum, kein Kirchenraum, und steht Menschen jeder Konfession offen.
Kostenseitig gilt: Die Nutzung ist eine eigene Position in der Gebührensatzung der Kommune und unterscheidet sich stark. In Reutlingen werden dafür 559 Euro berechnet, in Aachen 90 Euro.Quelle Aeternitas e. V., Friedhofsgebühren aller Grossstädte im Vergleich · Stand 04.06.2025 Wer keine Halle braucht, spart diesen Posten vollständig.
Zwei Dinge lohnen sich vorab zu klären: wie lange der Raum zur Verfügung steht — üblich sind 30 bis 45 Minuten inklusive Ein- und Auszug — und ob eigene Musik, Redner oder Dekoration erlaubt sind. Beides regelt die Friedhofssatzung.
Die Gebührenspannen stehen unter Friedhofsgebühren.