trauer & beileid

Glossar

Weltraumbestattung

Bei der Weltraumbestattung wird ein Teil der Asche mit einer Rakete ins All befördert — in Deutschland nicht zulässig.

1 Min · zuletzt geprüft 26.08.2026

Bei einer Weltraumbestattung wird ein kleiner Teil der Kremationsasche in einer Kapsel mit einer Rakete ins All befördert. Je nach Anbieter verbleibt sie in einer Erdumlaufbahn, verglüht beim Wiedereintritt oder wird auf eine Bahn Richtung Mond gebracht.

In Deutschland ist das nach dem Friedhofszwang nicht zulässig: Die Asche ist beizusetzen, eine Teilung ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Anbieter wickeln solche Aufträge deshalb über das Ausland ab, meist über die Schweiz oder die USA.

Eine Ausnahme bildet Rheinland-Pfalz seit dem 27. September 2025: Dort ist die Ascheteilung zulässig, wenn die verstorbene Person es zu Lebzeiten schriftlich in einer Totenfürsorgeverfügung festgelegt hat und ihren letzten Hauptwohnsitz im Land hatte. Sachsen-Anhalt erlaubt seit Mai 2026 die Entnahme von bis zu fünf Gramm.

Lass dir vom Anbieter schriftlich darlegen, auf welcher Grundlage er arbeitet und wo der verbleibende Teil der Asche beigesetzt wird — das ist der Punkt, an dem Angebote unvollständig sind.