Der Totensonntag, evangelisch auch Ewigkeitssonntag, ist der letzte Sonntag des Kirchenjahres — der Sonntag vor dem ersten Advent. Er fällt damit auf ein wechselndes Datum Ende November.
Eingeführt wurde er 1816 in Preussen als Gedenktag für die Gefallenen der napoleonischen Kriege. In den Gottesdiensten werden vielerorts die Namen der im vergangenen Jahr Verstorbenen verlesen und Kerzen entzündet.
Er ist in allen Bundesländern ein stiller Feiertag: Öffentliche Tanzveranstaltungen und laute Musik sind eingeschränkt, die Einzelheiten regeln die Feiertagsgesetze der Länder.
Die katholische Entsprechung sind Allerheiligen und Allerseelen Anfang November. Um diese Zeit werden traditionell Grabgestecke aufgelegt und Gräber winterfest gemacht — der übliche Anlass, das Grab neu zu bepflanzen.